Das Künstlerhaus von Marktoberdorf öffnete für die 45. Ostallgäuer Kunstausstellung seine Pforten. Die Kunstausstellung ist vom 26. Oktober bis zum 09. Januar im Künstlerhaus Marktoberdorf besuchbar und zeigt über 60 Werke von Künstlern aus Schwaben. 

Am Mittwoch, dem 25.10.2023 wurden zur Eröffnung einer der bedeutendsten Kunstausstellungen in Schwaben drei Kunstpreise vergeben. Der Johann-Georg-Fischer Kunstpreis ging an Henriette Macalik aus Augsburg für ihr Werk „Linienführung“. Für sein Werk „Erwachen“ wurde Vincent Göhlich aka „Erwa.One“ aus Landsberg am Lech mit dem Paul-Breitkopf Preis gewürdigt. Den Sonderpreis der Franz Schmid Stiftung erhielt Alto Gmelch aus Nesselwang für seine Assemblage „Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen…“. 

Künstlerhaus Marktoberdorf – Familie Paul-Breitkopf Preis 2023

Preisvergabe Paul Breitkopf Preis Künstlerhaus Marktoberdorf durch die Stadt Makrtoberdorf an ErwaOne Urban Artist Streetartist Emerging Artist

Künstlerhaus Marktoberdorf – Familie Paul-Breitkopf Preis 2023

Das Künstlerhaus Marktoberdorf ist ein Museum für zeitgenössische Kunst. Ziel ist es, der Öffentlichkeit durch kontinuierliche Ausstellungstätigkeit sowohl regionale als auch überregionale Positionen der Gegenwartskunst zu präsentieren. Das Künstlerhaus dient nicht nur als Ausstellungshaus, sondern auch als Ort der Kunstvermittlung, als Werkstatt für zeitgenössische Kunst-Positionen und museumspädagogische Programme für Kinder und Jugendliche.

„Vincent Göhlich aka „Erwa.One“ bringt im wahrsten Sinne des Wortes frische Farbe in die 45. Ostallgäuer Kunstausstellung. Von der Street Art kommend erkennt die Jury seinen Mut an, die dort häufig praktizierte Anwendung von Schablonen im Künstlerhaus klassisch auf Leinwand einzureichen. Damit stellt er sich als Graffittiartist und einer der jüngsten Teilnehmer unverblümt der Herausforderung etablierter Erwartungshaltungen an die Kunst im musealen Raum. Die Überlappungen der Schablonenmuster sind fein austariert und zeugen von handwerklichem Können. Ihre Wirkung ist dekorativ, entfaltet eine kaleidoskopartige Präsenz, die optisch fasziniert. Gleichzeitig entsteht durch die Schichtung Räumlichkeit. Die Farben sollen an das Erwachen des Frühlings verweisen und deren Kontraste lassen Muster aufscheinen, welche an Masken erinnern, aber auch an Mandalas. Auf diese Weise verbindet Göhlich Urban Art mit tradiertem Handwerk und Mustern, welche außereuropäische Kunstpraktiken anklingen lassen, zu einer neuartigen Ausdrucksweise.“ 

Maja Heckelmann

Kuratorin, Künstlerhaus Stadt Marktoberdorf